Glyphosat ist ein Unkrautvernichtungsmittel. Und wie bei fast allen Mittelchen, die etwas verändern, unterdrücken, oder gar vernichten, finden sich auch hier Hinweise, dass es uns krank machen könnte. Und wie bei allen Substanzen entscheidet hier die Dosis darüber. Das dieses Mittel von der Firma Monsanto kommt, ist Zufall, der weitere Verlauf aber systematisch.
Mittel werden eingesetzt, um zum Beispiel den Ernteertrag zu erhöhen. So auch dieses. Und das nicht alles so gesund ist, wie wir es gerne hätten, das ist auch hinreichend bekannt. Doch im Rahmen des Zeitungsartikels fällt eine ganz andere Sache ins Gewicht. Die Dosis. Oder besser, die Gestaltung von Werten.
Im März stufte nun die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend" ein. Wenn so etwas passiert, dann muss das nicht stimmen, aber Vorsicht und Taktgefühl ist dann geboten. Anstelle dessen aber empfiehlt das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) und andere Institute eine Anhebung des Grenzwertes für die tägliche Aufnahmemenge für einen Menschen von 0,3 auf 0,5 Milligramm Glyphosat pro Kilogramm Körpergewicht. Ein unsensibler und letztlich menschenverachtender Zug. Menschenverachtend, weil er mit den Rechten und der Gesundheit der
Bürger spielt.
Im weiteren Verlauf des Artikels wird über eine Erhöhung des zulässigen Wertes in Linsen um das Hundertfache und, zuvor, eine Anhebung des Wertes in Sojabohnen um den Faktor 200 berichtet. Im Jahre 2012. Initiiert wegen der drohenden Einfuhrbeschränkung bei zu hohen Werten. Ein Trick, der immer wieder gern angewandt wird. Wenn etwas nicht passt, dann wird es passend gemacht. Was vorher krank machte, ist nun gesund.
Weiterhin klärt der Bericht über die Zusammenhänge zwischen Institute und Industrie auf. Keinesfalls sind alle Institute unabhängig. Leserbriefe wurden teilweise als Studien verkauft. Ein korruptes Gebilde, welches sich über Europa zieht und der Industrie und anderen Staaten nach dem Mund redet. Der Bürger bekommt nur wenig mit. Mich würde es nicht wundern, wenn just zum Zeitpunkt der Änderungen gerade mal wieder ein Krise lauerte, oder ein Unglück passiert ist.
Bezeichnend aber ist der Einfluss der USA. Er war schon immer riesig, aber er wird weiter wachsen, wenn es zu Abkommen, wie zum Beispiel TTIP, kommt. Wenn nicht nur mit Mogelei, die ohnehin schon geächtet werden müsste, sondern dann auch noch ganz legal über den Rechtsweg sämtliche unserer mühselig erarbeiteten Grenzwerte vernichtet werden. Wenn wir am Ende auf den gleichen Dreckhaufen sitzen, auf dem die USA schon lange sitzt. Und wir schauen zu, wie Zahnlose EU-Politiker jeden noch so kleinen Furz als Erfolg feiern, sich bei wichtigen Sachen aber vor der USA in den Staub werfen.
Verhindert TTIP
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