Redequote in Lichtenberg

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Gesehen habe ich das in der Berliner Abendschau. Eine Redequote wird/wurde eingeführt. Jeder zweite Sprecher soll eine Frau sein. Sofern sie sich überhaupt melden. Interessierte Leser finden unter den Stichpunkten der Überschrift im Internet genügend genaue Informationen. Deshalb möchte ich nicht weiter darauf eingehen. Am Ende des Beitrags wurde dann noch der Vorschlag präsentiert, die Quote auch für Abgeordnete einzuführen, die sich überhaupt noch nicht gemeldet haben.


Es geht also um das Melden. Man meldet sich und darf dann Sprechen. Die Meldenden kommen offenbar auf eine Liste und dürfen dann in dieser Reihenfolge sprechen. Ähnlich wie im Supermarkt an der Kasse. Und wer noch nichts, oder nie etwas vorgetragen hat, der soll möglichst per Quote ermuntert werden, nun doch etwas beizusteuern.


Man könnte das als Fortschritt sehen. Ginge es um Kinder oder Behinderte. Hier aber geht es um Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung. Um Politiker. Um Menschen, die sich haben wählen lassen, um für die Bevölkerung ein Sprachrohr zu sein.

Wer sich nicht zügig melden kann, oder nie meldet, der ist dort fehl am Platz. Mehr noch. Es ist nahezu verwerflich, sich auf einen Posten zu bewerben, der gewisse Dinge nun mal erfordert, wenn diese aber nicht beherrscht. Dann ist der Platz am Ende vergeudet und man darf sich fragen, welchen Stellenwert hat eigentlich die Bezirksverordnetenversammlung, wenn dort, offenbar, mehrheitlich Menschen sitzen, die nichts, oder so wenig zu sagen haben, dass man zur Abhilfe die Geschäftsordnung ändern muss.


Von wem nun solche Vorschläge kommen, ist unschwer zu erraten. Grün markiert dabei die Hauptfarbe unsinniger Vorschläge. Grün markiert auch die Macht, allen Quatsch durchzusetzen, indem man die Gegner solcher Vorschläge dann mit dem gesamten Wortschatz belegt, der sie als schlechten und inkompetenten Menschen in die Ecke stellt.


Letztlich wissen die Befürworter und Forderer selbst nicht was sie da tun. Denn spätestens jetzt müssen einige Menschen ein anderes Bild bekommen haben. Frauen sind also zu Doof und zu langsam. Das ist die Kernaussage. Sie bekommen sozusagen den Status eines behinderten Menschen, welchen man mit Sonderrechten schützen muss.

Ein Bärendienst für alle Frauen.


Leider ist das ein Trend der sich durchsetzt. Wir erklären alle andern zu absolute Vollidioten, die für sich selbst nicht einmal ansatzweise sorgen können. Und das weiten wir aus, auf Länderregierungen, teilweise sogar auf ganze Kontinente.

Für mich sind Geschlechter-Quoten generell verfassungswidrig. Aber das ist ein anderes Thema.


So, und nun warte ich auf die Damen-Quote an der Supermarktkasse.

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