Manipulation von Kindern und Eltern in Kindergärten

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Worum geht es?

Eigentlich war es ein unscheinbarer Bericht im Fernsehen. Der RBB zeigte ein Bericht zur Preisverleihung zum "KlimaSchutzPartner des Jahres 2017". Jetzt, gerade als ich es hier schreibe, fällt mir diese Sprachverstümmelung auf. Drei Worte, zusammengeschrieben und mit Großbuchstaben mittendrin, das mag hipp sein, passt aber nicht zum Anspruch, etwas für die Jüngsten anzubieten. Aber das wäre ein eigenes Thema.


Zurück zum Thema. In diesem Bericht wurde das Projekt vorgestellt und Filmaufnahmen aus einem Kindergarten gezeigt. Dort konnte man Kinder und eine Dame sehen, die mit Büchern und Tafeln verschiedenste Umweltbereiche und Zusammenhänge erklärte. Ziel der Veranstaltung sei es:

Ziel ist es, die Neugier bei Kindern im Alter von vier bis sechs Jahren für die Themen Energie und Klimaschutz zu wecken, ihnen erste fachliche Begriffe näher zu bringen und Zusammenhänge zwischen ihrem Handeln und dem Klimaschutz herzustellen.

Und genau so steht es auch auf der offiziellen Seite des Landes Berlin, die solche Projekte fördern. Ausgelobt wird der Preis vom KlimaSchutzPartner. Gewonnen hat ihn die Berliner Energieagentur GmbH. Ein buntes Durcheinander also.

Und schließlich findet sich auf der Berliner Seite auch der Download zur Broschüre.


An dieser Stelle muss ich mich tatsächlich entschuldigen. Ich hasse Beiträge mit vielen Links und Zitaten. Letztlich möchte ich lediglich meine Meinung äußern. In diesem Fall aber komme ich um eine gewisse Ausführlichkeit nicht herum. Denn wahrscheinlich wird sich kaum jemand die Mühe machen, alle Links tatsächlich zu verfolgen und sämtliche Texte zu lesen.


Die Broschüre offenbart so einiges. Unter anderem genau das, worum es mir geht. Dieses möchte ich aber erst am Ende, nach den Zitaten erörtern.

Es bleibt nicht beim Klima. Davon kann man sich auf Seite 21 unten überzeugen.

Die Erziehung der Eltern wird ebenfalls nicht vergessen:

Die Akteure sind angehalten, das Erlernte mit den Kindern aufzuarbeiten, zu festigen, zu wiederholen. Dazu braucht es eine Bewertung. Diese Bewertung wird in der Broschüre erklärt. Eingeteilt in "Gut" und "Schlecht" werden Umstände und Verhalten gewichtet. Kindern wird also eine Einteilung eingepflanzt, die unkontrolliert von außen vorgegeben wird.

Kinder sollen, als Bestandteil dieses Programms, die erlernten Dinge leben und heim tragen. Aber, sie sollen auch ihre Erfahrungen aus der Familie schildern. Genau an diesem Punkt beginnt für mich die Ungeheuerlichkeit. Kinder als Datenträger. Als Spion in der eigenen Familie.


Gut gegen Böse wird hier unter dem Deckmantel einer heilen Welt eingeführt. Statt Vielfalt und verschiedene Lebensweisen wird die richtige Lebensweise vorgegeben. Ganz im Gegensatz zur offiziellen Variante, die uns Bürger ja an jeder noch so absurden Stelle anhält, schlicht alles zu akzeptieren und schön zu finden, auch wenn es uns noch so gegen den Strich geht.


Die Folgen werden wahrscheinlich durchaus bedacht, aber man nimmt das Leid der Kinder als notwendiges Opfer zur Verbesserung der Gesellschaft in Kauf. Für Kinder von 3 bis 6 Jahren gibt es nur Wahrheiten. Vor allem dann, wenn sie so professionell, autoritär und mit Nachdruck vermittelt werden. Mit recht großer Wahrscheinlichkeit stimmt das private Leben bei etlichen Kindern nicht mit dem propagierten Vorgaben überein. Sie werden das Erlernte dann in der Familie vergeblich suchen. Die Eltern müssen dann ihrerseits ihr Handeln rechtfertigen. Der kritische Punkt ist dann erreicht, wenn diese Diskrepanz wieder zurück getragen wird. Zurück zu den anderen Kindern. Die nun ihrerseits Bewertungen treffen. Gruppen werden gebildet. Kinder, deren Eltern eine schlechte Lebensweise pflegen, gegen Kinder, die gut und richtig leben. In solch einem Zustand wird das betreffende Kind schnell selbst zur ausgestoßenen Person. Staatlich gefördertes Mobbing.


Ob Hitlerjugend oder FDJ, zu allen Zeiten haben sich manipulatorische Regierungen der Kinder bedient. Hinein bis in die Neuzeit. Kindersoldaten in Krisenländern, die oft radikal-religiös geführt werden, sind nicht nur einfach Kanonenfutter, nein sie sind auch Träger der gewünschten Ziele. Früh manipuliert gehen sie selbst gegen die Eltern vor. Sie dezimieren somit die Widersacher und tragen gleichzeitig das vermeintlich Richtige in die Welt. Ganz so, wie es auf Seite 28 der Broschüre steht.


Solche Aktionsprogramme sind auch deshalb schädlich, weil sie unüberschaubar, unvorhersehbar sind. Sie sind beliebig erweiterbar. Selbst in diesem Projekt wird über das genannte Kinderlied, welches sich eigentlich nur mit der Umwelt befassen will, die Ernährung mit eingeflochten. Du und deine Familie essen das Falsche. Für ein Kind in diesem Alter kann das zu einer enormen Belastung werden.

Bis in die Freizeitgestaltung wirkt das Programm hinein. Der Urlaubsflug auf die Insel wird zur umweltschädlichen Aktion. Dieses Kind gehört nicht zu den Guten.


Einräumen muss man einen staatlichen Einfluss sicherlich. Der Besuch eines Kindergartens darf keinesfalls als anarchische Veranstaltung verstanden werden. Die Gesellschaft darf durchaus erwarten, dass hier Werte vermittelt werden. Werte, die unser Zusammenleben aufrecht erhalten. Werte, die entsprechend unserem Kulturkreis mit seinen hiesigen Gepflogenheiten vermittelt werden. Der Volksmund würde es wohl mit den Begriffen Anstand und Sitte bezeichnen. Aber, ansonsten kann es als neutral betrachtet werden.


Niemand möchte daheim Grabenkämpfe mit dem eigenen Kind austragen. Es obliegt den Eltern, welche Lebensweise sie bevorzugen. Eine Einmischung mit moralischer Bewertung ist ein massiver Eingriff in die Privatsphäre. Den Eltern bleibt anzuraten, sich gegen solche Propagandaveranstaltungen zu wehren. Es gibt genügend zu lernen. Alltägliches. Vom Verhalten miteinander bis hin zu praktischen Fähigkeiten. Kinder sollten sich entwickeln können. In einer Zeit, die ohnehin immer kürzer wird. Im Übrigen ist es die einzige Zeit, die ein Mensch im Leben frei verbringen darf. Diese Zeit sollte man den Kindern schenken und sie nicht schon im Alter von 3 Jahren zum Umweltexperten erziehen.


Am Ende muss ich nun doch noch meinen Lieblingsgegner aus der Kiste holen. Die grünen Links-Populisten. Es ist kaum fassbar, aber diese Randgruppierung hat sich vor über 30 Jahren in unser Leben geschlichen und die Gesellschaft unterwandert. Das hört sich nach Verschwörung an. So soll es aber nicht dargestellt werden. Denn, eines haben nicht getan, sich versteckt. Vielmehr haben wir ihnen nicht genügend entgegen gesetzt. Wir haben sie agieren lassen.

Heute dürfen wir uns dafür für jeden Sachverhalt rechtfertigen, der nicht der grünen Logik folgt. Bis hin zur Ernährung. Sie beeinflussen unsere Kinder und dringen in unser Privatleben vor. Leider haben wir es zugelassen. So gesehen ist die Aktion "Energie und Klimaschutz in Kindertagesstätten" eine reine politische Vorsorgeoperation. Genau so muss man es machen, wenn man Jungwähler heranziehen möchte. In jungen Jahren so beeinflussen, dass es in späteren Jahren nur diese eine Wahrheit gibt. Diese eine Partei.




Über den Autor

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Alle meine Ansichten sind eben nur Ansichten. Meine persönliche Meinung.

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