Eine Sommerschule gegen Sprachdefizite

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Zu viele Schüler verlassen die Schule ohne Abschluß. So konnte man es in der "Berliner Zeitung" lesen. Und als Grund favorisiert man die mangelnden Sprachkenntnisse.

Das wiederum brachte den CDU-Politiker C. Gräff auf die Idee, diese Defizite verpflichtend in den Sommerferien aufzuarbeiten. Nicht er allein hat das zu verantworten, schließlich steht es in einem beschlossenen Positionspapier. Die Idee soll allerdings die Seine sein.


Trotzdem geben solche Formulierungen meinen Gedanken einen ordentlichen Tritt. Was ist falsch daran? Eigentlich alles.

Man könnte es allerdings auch als satirische Veranstaltung betrachten.

Es geht um Deutsch, um weil es um Deutsch geht nennt man es auch "Summer School". Schon allein das kann als geistlicher Ausfall betrachtet werden. Zusätzlich zur soll also auch gleich noch eine zweite Sprache, englisch, gelernt werden. Respekt.


Es geht mir auf die Nerven, wenn heute jeder dritte Politiker Vorschläge macht, die in englischen Begriffen enden. Wenn dann selbst Ämter und die Regierung auf solche Begriffe ausweicht, dann drückt das nicht gerade ein Vertrauen in unsere Muttersprache aus.


Falsch ist dieser Vorschlag zur Sommerschule vor allem aber, weil hier Menschen vorgeführt werden. Jeder kann sofort erkennen, wer in den Ferien zur Schule muß, der ist sprachlich zurück geblieben. Dieser Umstand fühlt sich nicht gerade nach Anreiz an. Aber egal, es soll ja ohnehin mehr ein Zwang sein.


Weiterhin darf darüber nachgedacht werden, wie Menschen in unseren Schulen überhaupt bis ins 10. Schuljahr kommen, ohne ausreichend Deutsch zu sprechen. Und ja, natürlich muss auch ausgesprochen werden, dass es sich sehr oft um Eingewanderte Menschen handelt.


Das man die fehlenden Sprachkenntnisse so gründlich vernachlässigt hat, das haben wir vor allem auch den Grünen zu verdanken. Die finden alles schick und wollen niemanden zwingen.

Ausbaden müssen das dann die, die entweder selbst betroffen sind, oder aber später unter diesen Menschen leiden müssen. Denn eine schlechte Landessprache ist nun mal kein Garant für einen tollen Posten, mit guter Bezahlung. Eher führt er in die Niederungen der Gesellschaft.

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